Dieses Tool wertet Schleusen-/Bauwerksmessungen komplett offline im Browser aus — Leica/GeoMax-Daten einlesen, Netz ausgleichen, Nivellement rechnen, Epochen vergleichen, Excel ausgeben. Nichts wird hochgeladen, keine Installation nötig.
1 · Dateien laden
Dateien in das Feld ziehen oder per Klick auswählen — auch ganze DBX-Job-Ordner (die enthaltenen Dateien werden mitgelesen). Der Typ wird automatisch erkannt:
- .X01 — Leica-DBX, vom Gerät berechnete Punktkoordinaten (inkl. Wiederholungen). Reihenfolge im Format fest: Hochwert · Rechtswert · Höhe.
- .X13 — Leica-DBX, rohe Beobachtungen (Hz/Zenit/Strecke) → für den Netzausgleich.
- .GSI — Tachymeter-Beobachtungen (Netz) oder Digitalnivellier (wird selbst unterschieden).
- .ASC — fertige Koordinaten (Rechts/Hoch/Höhe), inkl. Festpunkte (VFP…).
- .LQP — Leica-Feldprotokoll (Prisma, Instrumenten-/Prismenhöhe, Restklaffen, Zeiten).
Weitere DBX-Tabellen (X02/X10/X22/X23/XCF …) werden nicht gebraucht und still übersprungen. Mehrere Dateien/Jobs gleichzeitig sind möglich. Mit ✕ alle entfernen wird zurückgesetzt.
2 · Punkte & gemittelte Koordinaten
Jeder Punkt wird über alle Wiederholungsmessungen robust gemittelt (Median, Ausreißer verworfen — Lage und Höhe getrennt). Die Spalte Streuung zeigt die Qualität; große Werte werden rot. Klick auf eine Zeile schaltet einen Punkt zwischen Festpunkt und Objektpunkt um; Klick auf eine Spaltenüberschrift sortiert.
Höhen-Grobfehler: Wurde im Feld versehentlich eine falsche Höhe eingegeben (eine Messung weicht stark ab), wird sie verworfen und gekennzeichnet — mit ⚠ Höhe in der Zeile, einer Kachel „Höhen-Grobfehler" und einem roten Warnbalken über der Tabelle. Die ausgegebene Höhe ist der robuste Median ohne die Fehlmessung; im Feldbuch trotzdem prüfen.
Nachträglich bearbeiten: Über ✏️ am Zeilenende lassen sich Punktnummer und Höhe von Hand korrigieren (z.B. ein Tippfehler, der nicht automatisch erkannt wurde, oder eine falsch erkannte Korrektur). Geänderte Werte sind mit ✎ markiert, ↺ setzt die Korrektur zurück. Die Korrekturen werden im Profil gespeichert.
3 · Einstellungen (⚙ oben rechts / Zahnrad-Menü)
Die Einstellungen sind immer über das ⚙-Symbol (Tool: oben rechts; App: Zahnrad-Menü) erreichbar — auch bevor Daten geladen sind. Sie enthalten:
- Fehlerprüfung: Vorschlagen (meldet verdächtige Punktnummern, du bestätigst pro Fall) · Automatisch (sichere Tippfehler werden gleich berichtigt, mit Rückgängig) · aus.
- Auswertung 2D/3D: 2D = nur Lage (Höhe nivelliert ihr separat). 3D = nutzt Instrumenten-/Prismenhöhen aus den LQP für trigonometrische Höhen.
- Stammdaten: Dienststelle/Firma, Anschrift, Vermesser, Instrument. Werden dauerhaft auf diesem PC gespeichert (anlagenübergreifend) und erscheinen als Deckblatt im Excel sowie in den §2-Angaben der Pegelprüfung. Das Instrument wird aus geladenen LQP automatisch vorbelegt.
- Feste Daten / Bibliothek: Hier kannst du deine PNP-Liste (.xlsx) und deine Festpunkte (.asc) direkt hochladen (ziehen oder klicken). Sie werden dauerhaft auf dem PC gespeichert und stehen bei jedem Start automatisch bereit — du musst sie nicht jedes Mal ins Mess-Feld ziehen. Die Bibliothek zeigt alle gespeicherten Einträge als Liste; jeden kannst du einzeln mit ✕ entfernen, weitere Festpunktdateien einfach dazulegen. „💾 Aktuell geladene übernehmen" packt das, was gerade im Mess-Feld liegt, in die Bibliothek; „🗑 Bibliothek leeren" löscht alles.
Außerdem oben: 🌙/☀️ Dunkelmodus (umschaltbar, wird gemerkt).
4 · Netzausgleich
Stationierung
Aus den Beobachtungen wird je Aufstellung der Standpunkt bestimmt. Automatisch erkannt werden: Drehrichtung der Horizontalwinkel, Standpunkt-Typ (auf Pfeiler / freie Stationierung), Grobfehler und Zwei-Lagen-Messungen. Pfeiler (FPP…/VFP…) werden automatisch als Festpunkt erkannt — der Netzausgleich erscheint also von selbst. Fehlt er trotz geladener Beobachtungen, steht im Bereich ein Hinweis, was fehlt (Festpunkte markieren bzw. Koordinaten prüfen).
Strenge Gesamt-Ausgleichung
Gemeinsame Ausgleichung nach kleinsten Quadraten (Gauß-Markov) über alle Aufstellungen. Einstellbar:
- Winkelgenauigkeit / Strecke / ppm — an euer Instrument anpassen (Standard 0,3 mgon ≈ 1″, 1 mm + 1,5 ppm).
- Festpunkt-Datum: fest = Pfeiler als Referenz gehalten; weich = Pfeiler dürfen leicht mitschwimmen → bewegte Pfeiler werden sichtbar (Messpfeiler-Vergleich darunter, mit Export als ASC/GSI16 fürs Gerät).
Ergebnis: σ₀ (≈ erreichte Genauigkeit; ~1 = passt zur Annahme), Redundanz, Richtungs-/Distanz-RMS, ausgeglichene Koordinaten mit Lagegenauigkeit je Punkt.
Zuverlässigkeit (Spalte „Sicht von"): Das Tool zählt, von wie vielen Aufstellungen jeder Punkt angezielt wurde. Punkte, die nur von einer Station gemessen wurden, sind zwar bestimmt, aber nicht kontrolliert (kein unabhängiger Überschuss) — sie bekommen ein ⚠ und werden in einer Kachel gezählt. Bei reinen Objektpunkt-Kampagnen ist das normal; bei Netzpunkten ein Hinweis, eine zweite Anzielung vorzusehen.
5 · Plausibilitätsprüfung (Tippfehler bei Punktnummern)
Das Tool prüft jede benannte Messung geometrisch: Liegt sie weit von dem Punkt entfernt, dessen Nummer eingetippt wurde, aber genau auf einem anderen bekannten Punkt, ist das vermutlich ein Zahlendreher (oder eine Selbstanzielung auf den Standpunkt). Je Fall: ✓ Vorschlag übernehmen, einen anderen Namen eintippen, 🗑 verwerfen oder ignorieren. Danach wird neu gerechnet. (Modus unter Einstellungen.)
6 · Feldprotokoll (LQP)
Aus den Leica-Quality-Protokollen: was im Außendienst von welchem Standpunkt zu welchem Ziel gemessen wurde — inkl. Prismentyp, Instrumenten-/Prismenhöhe, Hz/V/Strecke, Zeit — plus die Feld-Restklaffen der Stationierung (unabhängige Gerätekontrolle, rot bei größeren Abweichungen).
LQP allein reicht: Das Protokoll enthält neben den Beobachtungen auch die fertigen Koordinaten (Ost=Rechts, Nord=Hoch, Höhe). Lädst du nur die LQP, entstehen daraus sowohl die Punkte als auch die Netz-Aufstellungen für den Ausgleich — GSI/ASC sind dann nicht nötig. (Lädst du dieselbe Messung zusätzlich als GSI/X13, erkennt das Tool die Doppelung und zählt sie nicht doppelt.)
Prismenhöhe nachträglich ändern: In der Punktetabelle gibt es bei geladener LQP die Spalte Prismenh. Über ✏️ lässt sie sich je Punkt korrigieren — die Höhe wird sofort neu gerechnet (H = HStand + ih + Strecke·cos(Zenit) − Prismenhöhe). Praktisch, wenn im Feld die falsche Reflektorhöhe eingestellt war. Die Korrektur wird im Profil gespeichert.
7 · Festpunkte & Referenz
Festpunkte festlegen: automatisch (FPP/VFP), per Klick in der Punktetabelle, per Muster, oder durch Laden einer Festpunktdatei (.asc/.txt). Eine geladene Referenz zeigt direkt die Klaffung (Δ zur Referenz).
Das Muster-Feld versteht dreierlei (auch durch Komma kombinierbar):
- Namensanfang — FPP oder VFP wählt alle Punkte, die so beginnen.
- Platzhalter — VFP* (* steht für beliebige Zeichen).
- Zahlenbereich — 9000-9020 wählt alle Punkte mit Nummer von 9000 bis 9020. Das matcht nur den echten Zahlenwert, also werden 901 oder 902 nicht mitgewählt (anders als wenn man „90" eintippt). Ideal, wenn die Messpfeiler im 9000er-Bereich liegen.
Beispiel Schleuse: 9000-9020 setzt die Pfeiler 9002, 9003 … 9020 als Festpunkte; 9000-9020, VFP* nimmt zusätzlich alle VFP. Da reine Zahl-Pfeiler nicht von Objektpunkten unterscheidbar sind, werden sie nicht automatisch erkannt — einmal den Bereich eintragen, dann merkt das Profil die Auswahl.
Plausibilitätsprüfung (Tippfehler/Selbstanzielung): Das Tool prüft die Messungen automatisch auf falsche Punktnummern und Selbstanzielungen — bei GSI, LQP und DBX/X01. Liegen zwei verschiedene Nummern am selben Ort (z.B. ein Zahlendreher), wird das als Fehler gemeldet. Ist klar, welche Nummer falsch ist, kommt ein Vorschlag; ist es unklar, fragt das Tool „welche Nummer ist richtig?" mit zwei Knöpfen — der gewählte Name bleibt, der andere wird darauf umbenannt (die Punkte werden echt zusammengeführt).
8 · Nivellement (Höhen)
Digitalnivellier-GSI laden. Je Linie werden Höhen, Strecke und Abschlussfehler berechnet; mehrfach gemessene Höhen werden im 1D-Netzausgleich zusammengeführt (gewichtet nach Strecke), auffällige Streuung wird markiert. Mit „ausgeglichene Höhen verwenden" ersetzen diese Höhen die Höhen der gleichnamigen Punkte (für Koordinaten/Deformation).
9 · Epochen- & Lastfall-Vergleich
Geladene Koordinaten-Dateien zu Ständen (Epochen) gruppieren: gleicher Stand-Name = eine Epoche (z.B. Messung + Objektpunkte auf „2025"). Eine Zahl voranstellen ordnet die Stände (1 2019, 2 2025). „Vergleich berechnen" zeigt die Verschiebungen zum vorigen und zum ersten Stand (3D) — der Jahresvergleich.
Alte Epochen laden: Frühere Messungen als .asc reinziehen — auch das alte Format id Rechts Hoch [Höhe] (Komma-Dezimal, ohne „----") wird gelesen. Heißen die Pfeiler dort nur 1…16 statt FPP001…, setz in der Stand-Liste das Häkchen „Pfeiler→FPP" — dann matchen sie über die Jahre. Objektpunkte mit fester Nummer (z.B. 505) matchen automatisch.
In ein bestehendes Epochen-Excel eintragen: Hast du eine historische Excel-Tabelle mit vielen Epochen (Spalten Y/X/Z je Epoche), zieh sie als .xlsx rein (altes .xls vorher in Excel als .xlsx speichern). Das Tool erkennt das Layout, schreibt die aktuell gemessene Epoche in die nächsten leeren Spalten (passende Punktnummern, Lastfall aus „x.1/.2/.3" = leer/UW/OW) und lädt die ausgefüllte Datei herunter — die Verschiebungen rechnet das Excel selbst (Formeln). Praktisch, wenn die alten Rohdaten nicht mehr da sind.
Lastfall aus dem Punktnamen (z.B. Fankel): Mit dem Häkchen „Lastfall aus Punktnamen" wird je Punkt der Wasserstand am Namens-Präfix erkannt — O45=Oberwasser, U45=Unterwasser, 45=leer, alle drei = derselbe Punkt 45. Die Präfixe sind frei einstellbar und werden meist automatisch erkannt. Dann kommt ein zweiter Vergleich dazu: Lastfall-Vergleich innerhalb einer Epoche — bewegt sich ein Punkt zwischen den Wasserständen (Δ OW–leer, UW–leer, OW–UW)?
Mehrere Präfixe pro Zustand (Komma-getrennt): Bedeutet derselbe Wasserstand mal so, mal anders — z.B. V (Kammer voll) und O (Oberwasser) meinen denselben Zustand — trägst du ins „voll/OW"-Feld einfach V,O ein; beide gelten dann als OW. Es zählt das jeweils längste passende Präfix; danach muss eine Ziffer folgen (VFP013 ist also kein Lastfall). Aktuell gibt es zwei Präfix-Felder + „leer" = bis zu drei Zustände gleichzeitig.
Gleicher Zustand über die Jahre, auch bei wechselndem Präfix (Häkchen „Zustände über die Jahre per Nummer + Lastfall zusammenführen" unter den Präfix-Feldern): Wurde ein Punkt 2019 als V204 und 2025 als O204 gemessen, erkennt das Tool damit, dass beide derselbe Zustand „voll/OW" am Punkt 204 sind, und vergleicht sie über die Jahre. Ohne das Häkchen werden nur exakt gleiche Namen über die Jahre verglichen (Standardverhalten).
Signifikanzprüfung (ist die Bewegung echt?): Jede Messung rauscht. Damit zufälliges Rauschen nicht als Bewegung durchgeht, prüft das Tool, ob eine Verschiebung die kritische Schwelle übersteigt. Du gibst die angenommene Punktgenauigkeit an (1σ je Koordinate für Lage und Höhe, in mm) und die Konfidenz (95 % oder 99 %). Die Schwelle berechnet sich als Faktor · √2 · σ (√2, weil zwei Epochen verglichen werden; Faktor aus der Statistik: 2,45 für 2D-Lage / 1,96 für Höhe bei 95 %). Ist die Verschiebung größer, gilt der Punkt als signifikant bewegt (rot), sonst stabil (grün). σ Lage wird – wenn vorhanden – aus der strengen Ausgleichung vorbelegt; sonst sind sinnvolle Vorgaben gesetzt, die du anpassen kannst. Die Excel-Tabelle „Deformation" bekommt eine eigene Spalte Bewegung.
Lageskizze mit Verschiebungsvektoren: Unter dem Epochenvergleich zeichnet das Tool eine Skizze (Norden oben): Festpunkte als grüne Quadrate, Objektpunkte als blaue Punkte, signifikant bewegte Punkte rot mit einem Vektorpfeil (Verschiebung zum ersten Stand). Die Vektoren sind überhöht dargestellt, damit kleine Bewegungen sichtbar werden — die Überhöhung wird automatisch gewählt oder lässt sich im Feld Überhöhung fest vorgeben. Über „SVG speichern" bekommst du die Skizze als Vektorgrafik (z.B. für Berichte). Sie erscheint auch im Druck-/PDF-Protokoll.
10 · Übersicht, Ausgabe & Profil
Übersicht / Gesundheitscheck: Ganz oben fasst eine Karte die wichtigsten Kennzahlen aller Stufen zusammen (Punkte, Streuung, Höhen-Grobfehler, Netz/σ₀, ohne Kontrolle, Plausibilität, Deformation, Nivellement) als Ampel-Kacheln mit einer Warnliste — ein schneller Blick, ob etwas zu prüfen ist.
Excel (.xlsx): Projektname eingeben → exportieren. Mögliche Blätter je nach geladenen Daten: Punkte (inkl. Höhen-Grobfehler), Netzausgleich, Strenge Ausgleichung, Messpfeiler-Vergleich, Feldprotokoll, Deformation, Lastfall-Vergleich, Nivellement, Pegel-Seite-10, Info/Deckblatt (mit Stammdaten). Mit „farbiges Excel" werden Kopfzeilen und Auffälligkeiten farbig markiert.
Druck-/PDF-Protokoll (🖨): Erzeugt ein eigenständiges Protokoll (Stammdaten-Deckblatt + Übersicht + Ausgleichungs-Kennzahlen + Lageskizze + signifikant bewegte Punkte) und öffnet den Druckdialog — dort als PDF speichern. (Popups für die Seite erlauben.)
Sortierung „Festpunkte zuerst": In der Punktetabelle, im Epochenvergleich und im Excel stehen die Festpunkte (markierte/erkannte) oben, danach die Objektpunkte natürlich nach Nummer. Die Spaltenüberschriften der Haupttabelle bleiben per Klick frei sortierbar.
Profil (JSON): merkt sich Festpunkt-Auswahl, manuelle Korrekturen und alle Einstellungen pro Anlage — beim nächsten Mal einfach laden. Stammdaten und die Bibliothek (PNP + Festpunkte) bleiben darüber hinaus dauerhaft auf dem PC gespeichert (siehe Einstellungen, Abschnitt 3) und stehen bei jedem Start bereit.
📏 Anleitung: Nivellement & Pegelprüfung (Seite 10)
Dieser Teil beschreibt den kompletten Weg von der Nivellier-Messung bis zum fertigen Formular „Prüfen der Höhenlage des Pegels" (Pegelstammbuch Seite 10).
A · Welche Dateien?
- M_…GSI — die Messung (Digitalnivellier, Lattenablesungen).
- F_…GSI — die Sollhöhen / Festpunkte (Anschlusshöhen). Ohne diese Datei kann nicht ausgeglichen werden.
- Muster-PNP-Liste (.xlsx) — die Pegelnullpunkt-Liste; daraus kommt die PNP-Höhe (Höhenstatus 170) je Pegel. Tipp: einmal in die Bibliothek (Einstellungen, Abschnitt 3) legen, dann ist sie immer da.
- SEITE_10-Vorlage für Variante B — euer amtliches Formular. Als
.xlsx oder .xltx speichern (das alte .xls in Excel/LibreOffice einmal über Speichern unter umwandeln) und mit reinziehen.
B · Nivellement rechnen
M_- und F-GSI laden. Je Linie werden Rück-/Vor-/Zwischenblicke, Strecke, gemessene Höhe, der Abschlussfehler (w) und – über die Festpunkt-Anschlüsse – die ausgeglichenen Höhen berechnet (mit interner Klaffungs-Matrix). Toleranz und Methode (Strecke/Standpunkt) sind einstellbar; Punkte mit großer Streuung werden markiert.
C · Pegel wählen & PNP
In der Karte „Pegelprüfung" oben den Pegel wählen (wird aus dem Dateinamen vorgeschlagen). Die PNP-Höhe kommt automatisch per Name aus der PNP-Liste (Höhenstatus 170, sonst 160/140). OW = „…OP", UW = „…UP".
D · Punkte zuordnen (wichtig!)
Jeder Nivellementpunkt bekommt eine Rolle. Das Tool schlägt sie aus dem Blicktyp vor — nicht aus der bloßen Nummer:
- Festpunkt (PFP) — Pegelfestpunkt. Erkannt an Namen mit „/" (z.B. 91/4) oder Punkt (105.2), bzw. wenn der Punkt kein Zwischenblick ist.
- Teilstrich — eine Pegelablesung an der Latte. Erkannt daran, dass der Punkt als Zwischenblick gemessen wurde und eine Zahl ist (900 = 9,00 m). Auch 930 und 930.1 sind Teilstriche (z.B. 9,30 m an OW- bzw. UW-Latte) — die Soll-Marke wird aus dem Ganzzahlanteil gebildet (9,30 m).
- ignorieren — Wechselpunkte (Rück-/Vorblick, z.B. 100 oder 1…) sind keine Pegelablesungen und werden nicht ins Formular übernommen.
Die Spalte Blicktyp zeigt, wie der Punkt gemessen wurde. Stimmt ein Vorschlag mal nicht, einfach im Dropdown ändern. Sollhöhenunterschied je PFP ist auto-berechnet (HPFP − PNP) und für Werte aus Seite 11 überschreibbar; Teilstrich-Soll ebenso.
E · Formular ausgeben — Variante A oder B
- 🅰 Variante A — das Tool erzeugt eine eigene Seite-10-Tabelle (Abschnitte 1/2/3, Spalten 1–5, PFP-Blöcke). Praktisch, wenn keine Vorlage zur Hand ist.
- 📋 Variante B — das Tool füllt eure echte SEITE_10-Vorlage aus (Name, Sollhöhenunterschied, je gemessenem Teilstrich vorgef. Höhe/Sollage/Abweichung als Formeln). Empfohlen fürs amtliche Formular, weil das Original-Layout 1:1 erhalten bleibt.
Die Buttons erscheinen, sobald PNP-Liste geladen, Pegel gewählt und mindestens ein Festpunkt zugeordnet ist. Steht etwas noch aus, sagt ein Hinweis was fehlt. OW und UW sind getrennte Formulare — Lauf je Wasserstand einmal durchführen.
Abweichung [mm] = (Sollage − Teilstrich-Soll) × 1000; + = zu hoch, − = zu tief. Werte innerhalb der Toleranz sind grün, knapp darüber gelb, darüber rot.
Empfohlener Ablauf (Beispiel)
- GSI-Anlage (z.B. Trier): alle Netz-
.GSI + .ASC laden → „Strenge Ausgleichung rechnen" → ggf. Nivellement-GSI laden → ASC-Stände für den Epochenvergleich → Excel.
- DBX-Anlage (z.B. Fankel): die ganzen Job-Ordner reinziehen (Pfeiler-
.X01 + Objekt-.X01 + .X13). Pfeiler (FPP) werden automatisch als Festpunkt erkannt → Netzausgleich läuft von selbst. Für den Lastfall-Vergleich die Dateien einer Messung auf denselben Stand-Namen (z.B. „2025") setzen und „Lastfall aus Punktnamen" aktivieren → Excel.
- Pegelprüfung (z.B. Cramberg):
M_…GSI + F_…GSI + Muster-PNP .xlsx laden → Pegel wählen → Rollen prüfen (Festpunkt/Teilstrich) → Variante B: eure SEITE_10-Vorlage (.xlsx/.xltx) reinziehen → befüllen. OW und UW getrennt.
Gut zu wissen
- Alles rechnet lokal; die Datei lässt sich kopieren/weitergeben und funktioniert ohne Internet.
- Die Lage wird streng ausgeglichen; die Höhe kommt aus dem Nivellement bzw. den Gerätehöhen.
- σ₀ deutlich > 1 heißt: die Messung ist weniger genau als angenommen oder es stecken noch Spannungen/Bewegungen drin — bei „weichem" Datum werden bewegte Punkte sichtbar.