LISCHWE — Natur · Wissen · Medien LISCHWE Natur · Wissen · Medien
Natur · Wissen · Medien
🌰

Echte Walnuss

Walnuss

Auch genannt: Walnussbaum, Nussbaum, Welschnuss (Österreich/Bayern), Baumnuss (Schweiz), Persian walnut; botanisch Juglans regia

ArtWalnuss
SynonymeWalnussbaum, Nussbaum, Welschnuss (Österreich/Bayern), Baumnuss (Schweiz), Persian walnut; botanisch Juglans regia
ReifegruppeKeine klassische Reifegruppe; Früchte reif, wenn die grüne fleischige Umhüllung aufplatzt (Mitteleuropa Ende September bis Anfang Oktober)
BlütezeitSpät: Blüte zwischen April und Juni; männliche Blüten meist vier Wochen früher (Proterandrie)
Frucht & GeschmackEllipsoide bis rundliche Steinfrucht, 4 bis 6 cm; Schale stark verholzt, seicht gefurcht; Kern runzelig, hellbräunlich; typisches Walnussaroma
InhaltsstoffeFett 42 bis 62,5 %, Eiweiß 11 bis 16 %, Kohlenhydrate 15 bis 23 %; reich an Linolensäure, Vitamin E, Polyphenolen; Brennwert 2738 kJ/100 g
VerwendungKüche: Kuchen, Eis, Kerne, Walnussöl, Krokant, Likör (Nocino); grüne Nüsse als Schwarze Nüsse; Holz für Möbel, Furnier, Instrumente, Gewehrschäfte
EignungIm Hausgarten verbreitet; Erwerbsanbau v. a. in Kalifornien (Plantagen); konkurrenzschwache Lichtbaumart, forstliche Nutzung gering
LagerungGut getrocknete Nüsse (Feuchte auf max. 8 % reduziert) über mehrere Monate lagerbar; ganzjährig erhältlich
ErtragFruchtbeginn ab 10 bis 20 Jahren, gute Erträge ab dem 4. Jahrzehnt, bis 150 kg/Baum; alternierend (auf ein gutes Jahr zwei mittlere und eine Missernte)
WuchsStark: 15 bis 25 m, in Beständen bis 30 m; Höhenwachstum endet mit 60 bis 80 Jahren; Alter 150 bis 160 Jahre; breite Krone im Freistand; 2n = 32
BefruchterEinhäusig (monözisch) und heterodichogam; Bestäubung durch Wind; männliche Blüten meist vier Wochen vor den weiblichen
StandortWintermilde, nicht zu niederschlagsarme Lagen; tiefgründige, frische, nährstoff- und kalkreiche Lehm- und Tonböden; empfindlich gegen Winterkälte und Spätfröste
RobustheitWalnussfruchtfliege (Früchte faulen/schwärzen), Blattfleckenpilz Gnomonia leptostyla (große Ernteverluste), Walnuss-Filzgallmilbe
HerkunftHeimisch von Kleinasien bis Zentralasien; Griechen brachten den Baum im 7. bis 5. Jh. v. Chr. nach Europa, Römer als nux gallica; Baum des Jahres 2008
💡 Allelopathisch: der Baum hemmt durch abgegebene Stoffe den Konkurrenzwuchs, der Boden darunter bleibt meist unbewachsen

Ähnliche Walnuss-Sorten

Claro WalnussJapanische WalnussKalifornische Walnuss

Quelle der Sortenangaben: Wikipedia (CC BY-SA), ohne Gewähr. Teil des kostenlosen Streuobst-Lexikons der Obstwiese-App von Lischwe.

Teilen & weiterempfehlen