Oxymel – Geschichte, Herstellung & Wissenswertes
Das „Sauerhonig“-Elixier aus Honig und Essig
Oxymel ist eine der ältesten bekannten Zubereitungen aus Honig und Essig. Schon in der Antike war diese Mischung verbreitet, und über Jahrhunderte hinweg gehörte sie zum festen Repertoire der Hausapotheken. Charakteristisch ist der namensgebende süß-saure Geschmack. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über Wortbedeutung, Geschichte und die traditionelle Herstellung von Oxymel.
ℹ️ Hinweis: Diese Seite dient ausschließlich der Information.
Was bedeutet „Oxymel“?
Der Begriff stammt aus dem Griechischen und setzt sich zusammen aus oxos (Essig, „das Saure“) und meli (Honig). Wörtlich bedeutet Oxymel also so viel wie „Sauerhonig“. Schon der Name beschreibt damit genau das Wesentliche: die Verbindung von süßem Honig und saurem Essig zu einer einzigen Zubereitung.
Eine Zubereitung mit langer Geschichte
Oxymel wird bereits in den Schriften der antiken griechischen Medizin erwähnt; es ist eng mit dem Namen des Arztes Hippokrates und seiner Schule verbunden. Auch römische Autoren beschrieben Honig-Essig-Mischungen. Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit war Oxymel in europäischen Apotheken und Kräuterbüchern weit verbreitet und wurde dort als Grundlage für viele weitere Zubereitungen genutzt.
Über die Jahrhunderte geriet das Elixier zwischenzeitlich in Vergessenheit, erlebt aber seit einigen Jahren wieder ein wachsendes Interesse – vor allem in der Kräuterkunde und als selbst hergestelltes Hausmittel.
Traditionelle Herstellung
Im Kern besteht Oxymel aus nur zwei Grundzutaten: Honig und Essig, häufig naturtrüber Apfelessig. Beide werden in einem bestimmten Verhältnis kalt miteinander vermischt, ganz ohne Erhitzen, damit die natürlichen Aromen erhalten bleiben. Üblich ist ein überwiegender Honiganteil, sodass der süße Geschmack die Säure ausbalanciert.
- Grundzutaten: Honig und (Apfel-)Essig
- Kalt angesetzt: ohne Erhitzen, schonend vermischt
- Kräuteroxymel: oft werden zusätzlich Kräuter wie Ingwer, Thymian, Salbei oder Rosmarin eingelegt
- Geschmack steuern: mehr Honig macht es milder und süßer, mehr Essig säuerlicher
Geschmack & klassische Verwendung
Oxymel schmeckt süß-sauer, erfrischend und angenehm mild. Traditionell wird es vor allem stark verdünnt verwendet:
- Ein bis zwei Esslöffel in ein Glas Wasser gerührt, als erfrischendes Getränk
- Als säuerlich-süße Komponente in Salatdressings
- Zum Abschmecken von Speisen und Getränken
FAQ zu Oxymel
Was ist Oxymel?
Eine traditionelle Zubereitung aus Honig und Essig, die seit der Antike bekannt ist.
Wie schmeckt Oxymel?
Süß-sauer, erfrischend und angenehm mild – die Süße des Honigs trifft auf die Säure des Essigs.
Was ist Kräuteroxymel?
Eine Variante, bei der zusätzlich Kräuter im Honig-Essig-Ansatz eingelegt werden, um deren Aromen aufzunehmen.
Wie wird Oxymel traditionell verwendet?
Meist stark verdünnt in Wasser als Getränk oder als Zutat in der Küche, etwa in Dressings.
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