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Stockkarte führen: Was hinein gehört und warum digital praktischer ist

Stand: August 2026 · Lesezeit ca. 5 Minuten

Wer mehr als zwei Völker führt, kennt das Problem: Nach der dritten Durchsicht verschwimmen die Erinnerungen. Hatte Volk 4 die neue Königin oder Volk 5? Wo war die Weiselzelle? Die Stockkarte beantwortet solche Fragen, wenn sie konsequent geführt wird. Hier steht, welche Aufzeichnungen sich bewährt haben, was gesetzlich verlangt ist und wann sich der Umstieg auf die digitale Variante lohnt.

Pflicht und Kür: Was Imker aufzeichnen müssen

  • Bestandsbuch (Pflicht): Bienen sind Lebensmittel liefernde Tiere. Jede Anwendung von Tierarzneimitteln, etwa die Varroa-Behandlung mit apothekenpflichtigen Mitteln, muss dokumentiert werden: Datum, Mittel, Menge, behandelte Völker, Wartezeit. Diese Aufzeichnungen sind mehrere Jahre aufzubewahren.
  • Völkermeldung (Pflicht): Die Bienenhaltung ist beim Veterinäramt anzuzeigen; die Tierseuchenkasse verlangt eine jährliche Meldung der Völkerzahl.
  • Stockkarte (freiwillig, aber Gold wert): Durchsichten, Volksstärke, Brutbild, Königin, Schwarmstimmung, Futter, Ernte. Nicht vorgeschrieben, aber die Grundlage jeder planvollen Betriebsweise und jeder Zuchtauslese.

Was auf eine gute Stockkarte gehört

Bewährt hat sich ein fester Kurz-Check je Durchsicht, damit die Einträge vergleichbar bleiben:

  • Datum und Wetter, denn ein unruhiges Volk bei Gewitterschwüle ist keine Diagnose.
  • Volksstärke: besetzte Wabengassen oder Waben, Brutwaben.
  • Königin: gesehen oder Stifte gesehen, Zeichnungsfarbe, Alter.
  • Schwarmstimmung: Spielnäpfchen, bestiftete Weiselzellen, getroffene Maßnahmen.
  • Futter und Raum: Futterwaben, erweitert oder eingeengt, Honigraum-Status.
  • Gesundheit: Varroa-Befallskontrolle (natürlicher Milbenfall, Puderzucker- oder Auswaschprobe), Auffälligkeiten im Brutbild.
  • Nächste Schritte: die wichtigste Zeile überhaupt. Was ist beim nächsten Besuch zu tun?

Papier oder digital?

Die Papierkarte unter dem Deckel funktioniert, hat aber Grenzen: Sie ist bei Regen unbenutzbar, sie kann nicht rechnen, und sie vergisst nichts, aber findet auch nichts wieder. Die digitale Stockkarte auf dem Handy spielt ihre Stärken genau dort aus:

  • Auswertungen über Jahre: Welches Volk bringt konstant Leistung, welches fällt bei Sanftmut oder Varroa ab? Für die Auslese unverzichtbar.
  • Erinnerungen: Behandlung fällig, Futterkontrolle, Nachschau nach dem Zellenbrechen. Das Handy erinnert, der Zettel nicht.
  • Fotos: Ein Bild vom Brutbild sagt bei der Vereinsberatung mehr als jede Notiz.
  • Bestandsbuch nebenbei: Behandlungen einmal eintragen, fertig ist der Nachweis.
Vom Imker für Imker: Wabenpilot führt Stockkarten mit Foto-Dokumentation, Varroa-Kontrolle, Behandlungs-Einträgen und Erinnerungen, funktioniert am Stand auch ohne Empfang und läuft auf jedem Handy. Ich nutze ihn an meinen eigenen Ständen bei Ochtendung und in der Eifel. Kostenlos testen, Plus-Funktionen 3,99 € im Monat oder 39 € im Jahr.

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Hinweis: Zusammenfassung gängiger imkerlicher Praxis und allgemeiner Pflichten (Stand August 2026), ohne Gewähr. Maßgeblich sind die Vorgaben von Veterinäramt und Tierseuchenkasse Ihres Landes.

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