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Echte Mispel
Wildobst
Auch genannt: Deutsche Mispel, Mispelche, Asperl, Hespelein, Dürgen, Dörrlitzen, Hundsärsch, Näschpli
| Art | Wildobst |
|---|---|
| Synonyme | Deutsche Mispel, Mispelche, Asperl, Hespelein, Dürgen, Dörrlitzen, Hundsärsch, Näschpli |
| Reifegruppe | spätreif (Früchte gegen Ende Oktober, Anfang November reif) |
| Blütezeit | spät (Mai bis Anfang Juni) |
| Genussreife | Erst nach Frosteinwirkung oder längerer Lagerung essbar, wenn die Früchte mürbe werden (Teigreife) |
| Frucht & Geschmack | Kugelig, teils abgeflacht, orange-braun bis braun, Kulturform 3 bis 6,5 cm (Wildform 1,5 bis 3 cm); süß-säuerlich-aromatisch, unreif hart und adstringierend, später mürbe |
| Inhaltsstoffe | Vitamin C, Glucose und Fructose; unreif etwa 2,6 % Tannin (Gerbstoffe), das beim Reifen mit den Fruchtsäuren abgebaut wird |
| Verwendung | Marmelade, Gelee, Nachspeisen (Parfait); Schnaps (Saarland), Mispelchen (Calvados mit Frucht); Gerbstoff für Leder; Klärung von Wein und Most |
| Lagerung | Früchte werden durch längere Lagerung mürbe und genießbar (Nachreife); roh vom Baum ungenießbar |
| Wuchs | Laubabwerfender Baum bis 5 bis 6 m, Stamm 20 bis 25 cm (selten bis 50 cm), unregelmäßiger Stamm, Krone ausladend und annähernd rund |
| Befruchter | Selbstfruchtbar, Selbstbestäubung ist die Regel |
| Standort | Optimal 18 bis 20 °C, frosthart bis −20 °C; pH 6 bis 8; bevorzugt frische, gut drainierte Lehmböden |
| Robustheit | Selten von Krankheiten befallen; anfällig für Feuerbrand (Erwinia amylovora), Fruchtfäule (Monilinia fructigena) und Mehltau |
| Herkunft | Heimisch in Westasien (Iran, Irak, Türkei) und Kaukasus; im Mittelalter weit verbreitete Obstart, in Karls des Großen Capitulare gelistet; heute ohne Bedeutung |
💡 Die Früchte sind erst nach Frost oder Lagerung mürbe und genießbar - frisch vom Baum hart und stark adstringierend
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Quelle der Sortenangaben: Wikipedia (CC BY-SA), ohne Gewähr. Teil des kostenlosen Streuobst-Lexikons der Obstwiese-App von Lischwe.