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Mispel
Wildobst
Auch genannt: Echte Mispel, Gemeine Mispel, Deutsche Mispel, Mispelche, Asperl, Hespelein, Dürgen, Dörrlitzen, Hundsärsch, Näschpli
| Art | Wildobst |
|---|---|
| Synonyme | Echte Mispel, Gemeine Mispel, Deutsche Mispel, Mispelche, Asperl, Hespelein, Dürgen, Dörrlitzen, Hundsärsch, Näschpli |
| Reifegruppe | Spätreif; Apfelfrüchte werden gegen Ende Oktober, Anfang November reif |
| Blütezeit | Spät; blüht im Mai und Anfang Juni |
| Genussreife | Erst nach Frosteinwirkung oder längerer Lagerung essbar (Teigreife); davor hart und adstringierend |
| Frucht & Geschmack | Kugelig, orange-braun bis braun, 1,5-3 cm (Wildform) bis 3-8 cm (Kultur), behaart-feinwarzig, oben offen, süß-säuerlich-aromatisch, 2-5 harte Steinkerne |
| Inhaltsstoffe | Vitamin C 1,4-2,6 mg/l, Glucose 43-61 mg/l, Fructose 35-70 mg/l, Kalium 43-48 ppm, Calcium 4,5-5,2 ppm, unreif ca. 2,6 % Tannine |
| Verwendung | Marmelade, Gelee, Nachspeisen wie Parfait, Schnaps (Hundsärsch), Mispelchen (Calvados); historisch zum Gerben und Klären von Wein |
| Eignung | Heute nur noch selten in Kultur; kleinwüchsiger Baum bis 5-6 m; Anbau wieder um den Vierwaldstättersee, Plantagen in Spanien und Aserbaidschan |
| Lagerung | Längere Lagerung nötig für Reifung und Genussreife; baut Tannine und Säuren ab, Zucker steigt; Samen 18-20 Monate keimfähig |
| Wuchs | Kleinwüchsiger, bis 5-6 m hoher laubabwerfender Baum, unregelmäßiger Stamm (20-25 cm); Krone ausladend, annähernd rund, meist breiter als hoch; flache Bewurzelung |
| Befruchter | Selbstfruchtbar; Selbstbestäubung ist die Regel |
| Standort | Geringe Ansprüche; temperate bis submediterrane Klimata, 18-20 °C optimal, bis -20 °C frosthart, spätfrostunempfindlich; Böden pH 6-8, kalkarm, frisch, gut drainiert |
| Robustheit | Sehr robust, selten von Krankheiten oder Insekten befallen; mögliche Probleme: Fruchtfäule (Monilinia), Mehltau, Anfälligkeit gegen Feuerbrand |
| Herkunft | Natürliches Areal Westasien, Kaukasus, Südosteuropa; im Mittelalter weit verbreitet, in Karls des Großen Landgüterordnung als Obstgehölz genannt; heute in Europa ohne Bedeutung |
💡 Die Früchte werden erst nach Frost oder Lagerung durch Teigreife genießbar; Bäume können über 70, in England über 300 Jahre alt werden
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Quelle der Sortenangaben: Wikipedia (CC BY-SA), ohne Gewähr. Teil des kostenlosen Streuobst-Lexikons der Obstwiese-App von Lischwe.