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Schlehe
Wildobst
Auch genannt: Schwarzdorn, Schlehendorn, Heckendorn, Sauerpflaume, Dornstrauch, Kratzdorn
| Art | Wildobst |
|---|---|
| Synonyme | Schwarzdorn, Schlehendorn, Heckendorn, Sauerpflaume, Dornstrauch, Kratzdorn |
| Blütezeit | früh, März bis April, deutlich vor dem Laubaustrieb |
| Genussreife | Spätherbst nach dem ersten Frost, wenn der Gerbstoffgehalt sinkt und die Früchte schmackhaft werden |
| Frucht & Geschmack | Blauschwarz bereifte Steinfrucht von 6 bis 18 mm; grünes festes Fruchtfleisch am Stein haftend; zunächst sehr sauer und herb |
| Inhaltsstoffe | Gerbstoffe im Fruchtsaft bis etwa 10 g/l (nach Frost unter 5 g/l); Samen enthalten das Blausäure-Glykosid Amygdalin |
| Verwendung | Likör (Sloe Gin, Schlehenfeuer), Brände (Schlehengeist, Patxaran), Fruchtsaft, Obstwein, Marmelade; früher Tinte und Farbstoff |
| Eignung | Sehr gut für dichte, wegen der vielen Dornen weitgehend undurchdringliche Hecken |
| Lagerung | Als Wintersteher bleiben die Früchte den Winter über am Strauch |
| Wuchs | Sommergrüner, sparriger und sehr dornenreicher Strauch oder kleiner mehrstämmiger Baum, meist 3 m, selten bis 6 m; Chromosomenzahl 2n=32 |
| Befruchter | Protogyn (vorweiblich), Bestäubung durch Insekten wie Hummeln, Wildbienen und Schmetterlinge |
| Standort | Sonnige Standorte an Weg- und Waldrändern, felsigen Hängen und in Gebüschen; eher kalkhaltige, oft steinige Böden; bis 1600 m Höhe |
| Robustheit | Befall durch Rostpilze (Tranzschelia) und Taphrina-Arten, die Narrentaschen an den Früchten bilden |
| Herkunft | Natürliches Verbreitungsgebiet über Europa, Vorderasien bis zum Kaukasus und Nordafrika; Wildart ohne Züchtung |
💡 Die herbsauren Früchte werden erst nach Frosteinwirkung genießbar und sind zugleich wertvolle Insekten- und Vogelnahrung
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Quelle der Sortenangaben: Wikipedia (CC BY-SA), ohne Gewähr. Teil des kostenlosen Streuobst-Lexikons der Obstwiese-App von Lischwe.