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Schwarzer Holunder
Wildobst
Auch genannt: Holunder, Holder, Holderbusch, Holler, Flieder, Hunnel, Hündele, Hulla, Holderstock, Dolder
| Art | Wildobst |
|---|---|
| Synonyme | Holunder, Holder, Holderbusch, Holler, Flieder, Hunnel, Hündele, Hulla, Holderstock, Dolder |
| Reifegruppe | Phänologisch um den 1. September reifend (August bis September) |
| Blütezeit | spät; Blüte Mai bis Juli in flachen Schirmrispen |
| Genussreife | August bis September; Beeren erst nach Erhitzen genießbar, Rohgenuss meiden |
| Frucht & Geschmack | Saftreiche, kugelige Steinfrüchte 5–6 mm, grün über rot zu glänzend fast schwarz, meist 3 Samen; Saft aromatisch, säurearm, kaum süß |
| Inhaltsstoffe | Anthocyane 0,2–1,3 %, Flavonolglycoside (Rutin, Hyperosid), Zucker etwa 7,5 % (Glucose, Fructose), Vitamin C |
| Verwendung | Saft (oft mit Apfel-/Birnensaft gemischt), Gelee, Mus, Fruchtsuppe, Sirup, Limonade, Holundersekt, Wein, Obstbrand; Blüten als Hollerküchel |
| Eignung | Anbau in Mitteleuropa verbreitet; Erwerbsanbau (DE 2018 über 596 ha, AT 2020 1.084 ha); Strauch bis 7 m oder kleiner Baum bis 10 m |
| Wuchs | Bis 7 m hoher reichverzweigter Strauch oder bis 10 m breit ausladender kleiner Baum, überhängende Zweige, Flachwurzler, bis etwa 100 Jahre alt |
| Befruchter | Pollenblumen; häufiger Selbstbestäubung als Insektenbestäubung (kurzrüsselige Bienen, Schwebfliegen, Käfer, Fliegen) |
| Standort | Halbschatten auf Ruderalfluren, Waldlichtungen, Wegrändern; mittelschwere bis sandige, stickstoffreiche, frische, schwach saure Lehmböden; ausgesprochen frosthart |
| Robustheit | Befall durch Schwarze Holunderblattlaus, Gallmilben, Holunderdoldenwelke, Cercospora, Botrytis, Mehltau; Fraß durch Wühlmäuse und Vögel |
| Allergiker-Eignung | Pollen gehören trotz Insektenblütigkeit zu den Erregern des Heuschnupfens |
| Herkunft | Eine der häufigsten Straucharten Mitteleuropas; verbreitet auch im übrigen Europa, Westsibirien, Nordindien, Kaukasus, Kleinasien und Nordafrika |
💡 Rohe Beeren, Samen, Blätter und Rinde sind durch cyanogene Glycoside schwach giftig; Erhitzen baut diese ab
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Quelle der Sortenangaben: Wikipedia (CC BY-SA), ohne Gewähr. Teil des kostenlosen Streuobst-Lexikons der Obstwiese-App von Lischwe.